Projekt ECHOLOT

Musik & Kunst trifft Wissenschaft
Unsere Motivation: Der 326 m² große, tageslichtdurchflutete Raum ist über ein geräumiges Treppenhaus und barrierefrei per Fahrstuhl erreichbar. Der zweite Fluchtweg führt über eine Außentreppe. Er würde sich perfekt eignen für z.B. Workshops, Seminare und Gruppentreffen aller Art bis hin zu musikalischen Aktivitäten mit Chor- und Bandproben, sowie Konzerten in Club-Atmosphäre oder Ausstellungsformate. Aufgrund der problematischen Akustik liegt dies brach.
Das Projekt: Im Rahmen eines interdisziplinären und partizipativen Projekts wollen wir das OG der Kulturfabrik für eine langfristige diverse kulturelle Nutzung erschließen. Durch die bei der Gebäudesanierung freigelegten Oberflächen offenbart der Raum einen besonderen akustischen Zauber und bietet hierdurch ungeahntes, experimentelles Potenzial, mit leider wenig praktischem Nutzen. So wird etwa bei derzeitigen Begehungen mit potenziellen Nutzern die haarsträubende Unmöglichkeit des Sprachverstehens deutlich; eine Art akustische Geisterbahn mit endlosen Reflexionen und langen Nachhallzeiten.

Wir sehen in den Unmöglichkeiten, die uns der Raum (quasi als Aufgabe) aufzeigt, eine besondere Chance. Gemeinsam mit Menschen aus dem Barsinghäuser Stadtgebiet wollen wir diesen Raum im wahrsten Sinne des Wortes ausloten und gestalterisch ein möglichst hohes Funktionspotenzial schöpfen.

Das Projekt führt Fachkräfte aus Wissenschaft, Musik und Kunst mit Menschen aus dem Stadtgebiet Barsinghausens zusammen.

Musik

– ist Klang und schließt neben Instrumentalem auch Gesang und Sprache mit ein
– ist geeignet die Akustik des Raums spielerisch, aktiv zu erfahren


Wissenschaft

– erklärt die physikalischen Phänomene bezugnehmend auf die Akustik des Raums
– kann experimentell Sachverhalte verdeutlichen und erfahrbar machen
– ist durch analytische Messverfahren in der Lage sinnvolle Strategien zu beschreiben

Kunst

– geht gestalterisch auf den Raum ein
– mit kunstvollem Design kann zugleich funktionale Wirkung erzielt werden

Gemeinsam werden in einer Lernwerkstatt Lösungswege ausgelotet und im Rahmen eines Workshopprogramms gestalterisch ein nachhaltiges Nutzungskonzept verwirklicht. Neben dem praktischen Nutzen soll das Projekt Lernprozesse anregen und zugleich das Zentrum ins Stadtgebiet für zukünftige kulturelle Angebote öffnen.